Gymnasium Bad Königshofen

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“

Henry Ford

Sprachliches Gymnasium - Humanistisches Gymnasium - Naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium

Besondere Angebote

Girls Day / Boys Day

Seit vielen Jahren können die Mädchen unserer Schule den „Girls’ Day – Mädchen-Zukunftstag“ nutzen, um einen Einblick in Berufsfelder und Studiengänge zu erhalten, die sie sonst eher selten in Betracht ziehen. Große Unternehmen, kleine Familienbetriebe und viele Institutionen öffnen an diesem Tag ihre Türen und informieren über ein breites Spektrum von Ausbildungsberufen und Studiengängen in den Bereichen Technik, Naturwissenschaften, Informationstechnologie und Handwerk.  

Am zeitgleich stattfindenden „Boys’ Day – Jungen-Zukunftstag“  beteiligen sich immer mehr Jungen. Sie können an diesem Tag Berufe kennen lernen, die Jungen bisher selten wählen, z.B. in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Soziales und Erziehung.

Erfahrungsbericht: Girls’ Day beim Autohaus Vossiek in Schweinfurt

Die meisten sind ja davon überzeugt, die Girls’- und Boys’-Day-Teilnehmer würden jedes Jahr erst einmal ausschlafen und dann gemütlich zu ihren Unternehmen fahren. Dort verbringen sie einen gechillten Tag, am Nachmittag nutzen sie vielleicht noch die Beschäftigungsmöglichkeiten in der jeweiligen Stadt (falls es denn eine ist) und am frühen Abend fahren sie wieder tiefenentspannt nach Hause. Ich muss zugeben, dass dies schon ein Teil der Wahrheit ist, doch was die Zeit in der Firma angeht, ist Entspannung meist nicht der einzige Programmpunkt.

Doch nun von Beginn an: Pünktlich um neun Uhr stand ich am Donnerstagmorgen im Foyer des Autohaus Vossiek und wurde direkt zur Serviceannahme geführt, an welcher ich mit elf anderen Mädels auf den Beginn unserer Veranstaltung wartete. Zwei Männer stellten sich uns als Hr. Schmitt und Hr. Schneider vor: Sie würden uns durch den Tag führen und währenddessen mit Fakten und Diskussionen unterhalten. Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde begann unser Rundgang durch alle Abteilungen des VW-Vertragshauses: begonnen bei der Buchhaltung über den Verkauf zur Serviceabteilung bis in die Werkstatt. Von Eindrücken überflutet gönnte man uns eine kleine „Frühstückspause“, in welcher manche bereits die Energydrinks von VW probierten (die Meinungen gingen ziemlich weit auseinander …). Frisch gestärkt wurden wir in einem Vortrag über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Vossiek informiert, für die Gymnasiasten totales Neuland und für meine Vorstellungen ziemlich überraschend, was die Anzahl der Berufsgruppen angeht.

Darauffolgend wurden wir in Gruppen unterteilt, denn nun ging es ab in die praktische Phase, let’s get ready to rumble! Wir waren zuerst beim Lackieren, das bedeutet, in weiße „Ebola-Helfer-Anzüge“ zu steigen und eine Autotür nach Schleifen und Saubermachen mit diversen Farben kreativ zu verzieren. Wir haben seitdem großen Respekt vor all den Graffitikünstlern! Als nächstes sollten wir Reifen wechseln und ja, man glaubt es kaum, aber man benötigt tatsächlich Fingerspitzengefühl um das halbwegs anständig über die Bühne zu bekommen. Wir durften natürlich mit elektrischen Werkzeugen arbeiten, damit die Fingernägel nicht abbrechen ;). Nach der Mittagspause (in der wir tatsächlich faul in der Sonne saßen) sollten wir mit vorgefertigten Fragen ein paar Mitarbeiter unterschiedlicher Arbeitsgruppen interviewen, ziemlich gefährlich in einer großen Autowerkstatt … Nachdem wir alle lebend wieder draußen standen, ging es zur letzten Aufgabe, einer Autotür die Beulen rauszuziehen. Physik im Arbeitsalltag: Ein Magnetfeld ist die Basis des zugehörigen Werkzeugs. Völlig ausgepowert ließen wir noch die Feedbackrunde über uns ergehen. Das Ergebnis war durchweg positiv und wir verließen nach einem letzten Bild des fotografierenden Azubis (der den ganzen Tag bildlich festhielt) das Gelände mit dem Traum, KFZ-Mechatronikerin zu werden ;). Ich kann das Programm bei Vossiek nur weiterempfehlen, es war sehr abwechslungsreich, informativ und trotzdem recht lässig gestaltet.

Madeleine Keller, 10b


Boys’ Day im Evangelischen Kindergarten in Ermershausen

Ich kam um 8 Uhr früh an und wurde von den Kindern gleich herzlich begrüßt. Meine Aufgabe bestand darin, mit den Kindern einfach so oder Brettspiele wie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht zu spielen. Auch las ich ihnen ein Buch vor. Hierbei waren sie besonders aufmerksam. Um 10 Uhr frühstückten wir gemeinsam. Gleich danach fanden wir uns alle im Ruheraum zusammen, um mich vorzustellen und um mit den Kindern eine Lied für das bevorstehende Kindergartenfest zu proben. Später ging es dann nach draußen und ich half den Kindern ihre Jacken zuzumachen und spielte mit ihnen im Sandkasten. Nachdem wir dann wieder nach drinnen gegangen waren und ich eine weitere Partie Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gespielt hatte, gab es um 13 Uhr Mittagessen. Hier half ich den Kindern ihr Essen zu schneiden. Danach ging es wieder ans Spielen. Um 14 Uhr war mein Tag im Kindergarten zum Bedauern der Kinder zu Ende.

Mit gefiel besonders gut, wie offen und verständnisvoll die Kindergärtnerinnen auf die Kinder zu gehen. Sie stellen ihre eigenen Bedürfnisse stets in den Hintergrund. Ich fände es allerdings besser, wenn es mehr männliche Betreuer für die Kinder gäbe.

Jonas Schweinfest, 9a